Monatsaufgabe - Januar

 

In diesem Monat soll es um unsere inneren Programme gehen. Die unbewusst oder bewusst in uns ablaufen. Und wie wir diese ändern können.

So steht oft schon fest, wie wir auf bestimmte Sachen reagieren, da wir von frühester Kindheit programmiert wurden. Folglich entstand eine Automatisierung. Wir sind sozusagen im Autopilot - Modus.

Um aus dieser Schleife bzw. Programmierung herauszukommen sind die sogenannten Affirmationen ein hervorragendes Werkzeug um uns umzuprogrammieren, um neue Glaubenssätze zu installieren.

Um erst einmal einen Einblick unserer Programme zu gewinnen möchte ich gerne zu diesem Thema etwas von Nina Nell aus dem Buch Euphoria zitieren, da sie es umwerfend einfach und verständlich auf den Punkt gebracht hat.

Kurzer Einstieg zum Thema Programme

Viele unserer Glaubenssätze entstehen in unserer frühesten Kindheit. Wir werden von unserem Umfeld geprägt, von dem wir uns einige Glaubenssätze abgucken, andere Glaubenssätze werden uns suggeriert und wieder andere entstehen durch Erlebnisse.

Glaubenssätze oder Programme sind äußerst wichtig, denn sie ermöglichen es uns, in dieser Welt, in die wir hineingeboren wurden, zurechtzukommen. Ohne Programme wären wir buchstäblich verloren. Wir wüssten nicht, wie wir mit all den Eindrücken auf dieser Welt umgehen sollten und wir wüssten nicht einmal, was diese Eindrücke überhaupt bedeuten. Wir wären nicht in der Lage Tätigkeiten wie das Auto- oder Radfahren zu automatisieren und wir 

 

könnten uns keine Gewohnheiten aneignen. Tatsächlich wären wir nicht dazu in der Lage zu existieren, da letzten Endes alles aus Programmen besteht. Glaubenssätze sind nur ein Teil dieser Programme. Aber gerade diese Programme sind es, die uns oft auf unserem Weg zum Glück behindern. Einige in unserer Kindheit gelernten Glaubenssätze sind natürlich sehr nützlich und lebensnotwendig, aber andere können uns das Leben so richtig erschweren.

Wie zum Beispiel der Glaube " Ich verdiene es nicht, glücklich zu sein" oder " Für Glück muss man kämpfen".

Wenn uns solche Programme bewusst werden, wollen wir sie natürlich ändern.

Nina Nell; Euphoria - Das Spiel

 


Affirmationen

Der Begriff Affirmation kommt aus dem Lateinischen und bedeutet"bejahen, beglaubigen". Affirmationen sind also lebensbejahende Sätze, die wir uns wieder und wieder sagen, um unsere Gedanken umzuprogrammieren.

Diese Methode ist eine der einfachsten Methoden um an sich selbst aktiv zu arbeiten.

Durch diese Methode werden durch die Wiederholungen der neuen positiven Gedanken neue Glaubenssätze installiert. Diese neue Glaubenssätze haben wiederum Einfluss auf die Gefühlswelt und das Handeln. Alles ist miteinander verwoben. Hierzu ein bekannter Spruch, der eigentlich schon alles sagt.

"Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Gefühle. Achte auf deine Gefühle, denn sie werden dein Verhalten. Achte auf deine Verhaltensweisen, denn sie werden deine Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal/dein Leben.“ 

Aus dem Talmud (eine der wichtigsten Werke des Judentums)

Mit dem Gedanke beginnt alles. So ist es schon sehr wichtig, auf seine Gedanken zu achten und diese bewusst zu wählen.

Die kontinuierliche Arbeit an deiner Gedankenwelt und deinen Glaubenssätzen ist von hoher Bedeutung, denn dein Charakter bestimmt dein Schicksal.

Aber bevor du eine Affirmation formulierst, solltest du dir unbedingt im Klaren sein, an welchem Glaubenssatz du feilen möchtest. Wenn du dein Ziel hast, kannst du dir eine passende und wirksame Affirmation formulieren.

Hier folgende Empfehlungen:

Die Affirmation 

  • muss positiv sein.
  • muss in der Gegenwarts-Form formuliert sein.
  • muss in der Befehls-Form formuliert sein.
  • sollte kurz und prägnant formuliert sein.
  • sollte kein Konditional (würde, hätte, sollte, könnte etc.) enthalten.

z.B. "Ich bin gesund." "Ich bin glücklich." "Ich bin ruhig und gelassen."

Wiederholung ist der Schlüssel um sein Unterbewusstsein neuzuprogrammieren. Wenn man einen Gedanken beharrlich wiederholt, wird dieser zu einem neuen Glauben.

Am Effektivsten sollte man die Affirmation in dieser Zeit aufsagen:

  • abends vor dem Einschlafen
  • morgens nach dem Erwachen

Und natürlich beliebig im Laufe des Tages. Doch gerade vor dem Einschlafen und nach dem Aufwachen ist das Unterbewusstsein am Empfänglichsten!

Wichtig ist es nur, mit einer Affirmation zu arbeiten und nicht mit mehreren gleichzeitig! Erst wenn eine Affirmation fest verankert und zu einem neuen Glaubenssatz gewurden ist, kommt die Nächste! So könnte man mit einer Affirmation 4 Wochen arbeiten.

Eine Affirmation sollte ungefähr 50 mal wiederholt werden.

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten um diese zu wiederholen. 

  • denken (innerlich sagen)
  • laut sprechen
  • schreiben
  • lesen
  • anhören

Um eine erfolgreiche Umsetzung zu erlangen sind Fleiß, Ausdauer, Beharrlichkeit und die Freude an der Arbeit erforderlich.

Monatsaufgabe

Arbeite im Monat Januar und natürlich gerne darüber hinaus mit einer Affirmation und sehe zu, wie du dich weiterentwickelst!

Dieses Werkzeug ist sehr hilfreich, um an deiner Persönlichkeit und an deiner Entwicklung zu arbeiten. So kannst du zum Beispiel, wenn du oft hektisch oder stressig bist mit der Affirmation " Ich bin ruhig und gelassen" arbeiten. Und du wirst merken, wenn du diese Methode dauerhaft anwendest, dass du immer ruhiger wirst.

Fazit

Probiere es aus!

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Kommentare: 2
  • #1

    sieglinde (Montag, 04 Januar 2016 20:37)

    danke sehr, ich werde eine affirmation finden die ich verankern werde.

  • #2

    Lisa (Montag, 04 Januar 2016 22:38)

    Übelst schön gemacht! Da bekomme ich richtig Lust drauf :)